Frage:
Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?
Antwort:
Die Strahlung der Sonne kann unter anderem für zwei Anwendungsfälle genutzt werden:
Zur Stromerzeugung -> Photovoltaik und zur Warmwassergewinnung -> Solarthermie.
Bei der photovoltaischen Anwendung wird die Sonnenstrahlung von Solarzellen direkt in elektrische Energie umgewandelt.
Bei der solarthermischen Nutzung wird die Sonnenstrahlung von Kollektoren eingefangen und in Wärme umgewandelt.
Frage:
Was ist Solarthermie?
Antwort:
Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie. Ein möglicher Anwendungsbereich ist die Aufbereitung von Warmwasser im Haushalt.
Frage:
Wie ist eine Solarthermieanlage aufgebaut und wie funktioniert diese?
Antwort:
Eine Solarthermieanlage besteht aus Solarkollektoren, einem Regelungssystem mit Pumpen, dem Wärmetauscher und Wärmespeicher. Der Kollektor wandelt sie Sonnenstrahlung in Wärme um. Durch die Kollektoren strömt ein Wassergemisch, welches die Wärme in einem Kreislauf transportiert. Die Wärme wird über den Wärmetauscher an den Speicher abgegeben und dient nun z.B. der Brauchwassererwärmung im Haushalt.
Frage:
Kann man mit Solarthermie auch heizen und wie groß müsste so eine Anlage sein?
Antwort:
Es gibt kombinierte Solaranlagen, die es möglich machen, neben der Brauchwassererwärmung auch mit der Energie der Sonne zu heizen. In Häusern mit Niedrigtemperaturheizungen arbeiten diese Anlagen besonders effizient. Solaranlagen für die Heizungsunterstützung benötigen jedoch eine größere Kollektorfläche, als Anlagen, die nur zur Erwärmung des Brauchwassers dienen. Außerdem brauchen diese Anlagen einen speziellen Speicher. Es wird jedoch immer noch eine Zusatzheizung benötigt.
Es empfiehlt sich eine 16-20 m² große Kollektorfläche in Verbindung mit einem Pufferspeicher von 1000-1500 Litern.
Frage:
Wann ist mein Dach für eine Solarthermieanlage geeignet?
Antwort:
Solarthermieanlagen lassen sich ab einer Fläche von 4 m² installieren. Die Ausrichtung des Dachs sollte Südost bis Südwest sein. Optimal wäre Süd. Die Neigung des Daches sollte zwischen 20° und 60° liegen. Dächer mit einer West- oder Ostausrichtung liefern immerhin noch 80-85% des Ertrags eines optimal ausgerichteten Daches. Verluste lassen sich durch eine größere Kollektorfläche ausgleichen.
Frage:
Hält mein Dach die zusätzliche Last der Solaranlage überhaupt aus?
Antwort:
Die Kollektoren sind doch wegen des Wassers bestimmt sehr schwer?
Die Füllmenge von Solarkollektoren liegt bei ca. 0,5 l/m2, ihr Gewicht Solarkollektoren bei ca. 20 kg/m². Das BUSO Solardach ist also leichter als Dachziegel welche 25-35kg /qm wiegen.
Frage:
Welchen Nutzen hat eine Solarthermieanlage für die Umwelt?
Antwort:
Bei Verwendung einer Solarthermieanlage ersetzt man konventionelle Energieträger wie Öl, Kohle, Gas und Uran. Somit vermindert man die CO2-Emissionen und sonstige Abgase, die bei der Verbrennung entstehen. Eine 6 m² große Solaranlage kann schon bis zu 1500 kg CO2 im Jahr einsparen. Bei solarthermischen Anlagen reduzieren sich zudem die Transportwege, da man weniger Öl oder Gas verwenden brauch.
Frage:
Mit was für einer Lebensdauer kann man bei Solarthermieanlagen rechnen?
Antwort:
Eine qualitativ hochwertige Solarthermieanlage hat eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren.
Frage:
Wie wird die Solarthermieanlage vor Frost geschützt?
Antwort:
In der durch die Kollektoren fließende Flüssigkeit befindet sich ein Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel. Somit kann die Anlage auch im Winter immer in Betrieb sein.
Frage:
Wie groß ist der Wartungsaufwand solarthermischer Anlagen?
Antwort:
Der Wartungsaufwand solarthermischer Anlagen ist vergleichsweise relativ gering. Wie jede andere technische Anlage, sollte jedoch auch diese regelmäßig überprüft werden.
Frage:
Wird meine Solarthermieanlage gefördert?
Antwort:
Es gibt verschiedenen Förderungsmöglichkeiten in Form von Investitionszuschüssen. Bei der Solarförderung bekommt der Anlagenbetreiber für die Brauchwassererwärmung bis 40 m² 60 € Förderung je m². Bei kombinierten Anlagen, die auch mit der Energie der Sonne heizen, erhöht sich die Förderung auf 105 € je m². Zudem gibt es u.a. noch einen Bonus von 750 €, wenn der alte Kessel durch einen neueren ersetzt wird oder eine förderfähige Biomassen- oder Wärmepumpenanlage zur Unterstützung der Kollektoren eingebaut wird.
Frage:
Muss der Bau der solarthermischen Anlage genehmigt werden?
Antwort:
Der Bau der solarthermischen Anlage bedarf keiner baulichen Genehmigung.
Frage:
Macht so eine Anlage Geräusche?
Antwort:
Nein - es ist eine Teil der Faszination der Solaranlage wenn man auf den Wärmemengenzähler schaut und sieht wie viele Kilowattstunden hier ohne irgendwelche Emmisionen eingebracht werden.
Frage:
Wie viel Heizöl kann ich im Jahr mit dem Solardach einsparen?
Antwort:
Je nach Kollektorfläche und Verwendung der Anlage ergeben sich verschiedene Ersparnisse. Als Beispiel dient nun ein 30 Jahre altes Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche. Ohne Unterstützung der Solarenergie ergibt sich ein Heizölbedarf von 2500 l. Mit einer 5 m² großen Kollektorfläche für die Erwärmung des Brauchwassers hat man einen Heizölersparnis von 150 l. Mit einem 24 m² großen Solardach kann man zusätzlich schon 1/3 des Heizbedarfs mit der Energie der Sonne decken. Versieht man das Haus nun noch mit einer besseren Dämmung, so kann man den Heizölbedarf noch einmal reduzieren.
Frage:
Wievel EUR muss ich ca. investieren ?
Antwort:
Je nach Anlagengröße nach Förderung etwa 550 - 700 € / qm. Enthalten sind Puffer und Frischwassersystem die eine generelle Verbesserung des Heizsystems darstellen. Die neuste Generation unserer Systemtechnik kann sogar eine perfekte Heizungsregelung mit erledigen.
Frage:
Wie lässt sich das Solardach mit einer Zusatzheizung kombinieren?
Antwort:
Da es nicht ausreichen wird, den Wärmebedarf ausschließlich mit der Energie der Sonne zu decken, ist eine Zusatzheizung erforderlich. Das Solardach kann man mit Holzvergaserkessel, Holzpelletheizung, Holzpelletöfen, Wärmepumpe und mit einem Gas-/Öl-Brennwertgerät kombinieren.
Frage:
Kann ich an den Pufferspeicher (später) problemlos einen Holzkessel anschließen?
Antwort:
Ja - dazu ist kein Wärmetauscher erforderlich da im Puffer ja auch Heizungswasser ist. Der Puffer und das Frischwassersystem können also für Solar und Holzheizung mit doppeltem Nutzen wirken. Mit unserer neuen Regeltechnik kann die Anbindung des Holzkessels vom "Solarregler" mit übernommen werden.
Frage:
Was passiert, wenn mal nicht die Sonne scheint?
Antwort:
Bei einem bewölkten Tag liefert die Sonne im Vergleich zu einem sonnigen Tag immer noch rund 80% der Strahlung.
Frage:
Im Winter, wenn die Sonne am wenigsten scheint bräuchte ich die meiste Energie, im Sommer ist die Anlage viel zu groß.
Antwort:
Deshalb ist unser Konzept ja so ein großer Fortschritt !
Zum Ausgleich der geringen Einstrahlung im Winter ist eine große Solarfläche erforderlich. Und genau das ist mit unserem Solardach wirtschaftlich möglich. Das Solardach ist Dachhaut aus der bei Bedarf die Energie entnommen wird. Die Größe des Solardaches ist nicht der wesentliche Kostenfaktor des Systems. Übrigens sind bei ausschließlicher Warmwasserbereitung die Überschüße oft wesentlich größer. Dies, weil im Sommer dafür 2 m² ausreichen würden und der Verbrauch nicht so kontinuierlich und verlässlich ist wie die Raumheizung.
Frage:
Was ist im Sommer mit der Überschussenergie?
Antwort:
Man muss dazu vielleicht unseren Slogan: „Solardach statt Dachziegel“ zu rate ziehen. Unser Kollektor ist Ihr Dach, er kostet nicht mehr als der herkömmliche Dachbelag + der staatlichen Förderung. Kein Mensch macht sich bei einem herkömmlichen Dach Sorgen was die Sonnenenergie im Sommer auf dem Dach macht. Sie bleibt einfach auf dem Dach! Der Kollektor und die gesamte Systemtechnik sind darauf ausgelegt. Zusätzlich gibt es noch technische Regeln die ein gewisses Verhältnis zwischen Kollektorfläche und Puffervolumen.
Frage:
Ist es möglich die Sommerüberschüsse für den Winter zu speichern?
Antwort:
Theoretisch Ja - Praktisch Nein - Um die sommerlichen Überschüsse von 30qm Kollektor auf den Winter zu speichern würden etwa 180 000 Liter Pufferspeicher mit etwa 1m dicker Dämmung gebraucht. Dies ist weder ökonomisch darstellbar noch ökologisch sinnvoll. Deshalb ist ja das Buso Konzept - große kostengünstige Solarflächen aus welchen auch bei geringer Einstrahlung noch
bedarfsgerecht Energie erzeugt werden kann.
Frage:
Kann ich im Sommer meinen Heizkessel komplett ausschalten?
Antwort:
Ja - entscheident dafür ist die "Schüttleistung" bei Warmwasser. Unser Frischwassersystem erlaubt eine Zapfung aus dem Puffer wie aus einem Boiler. D.h. aus einem 1000 l Puffer mit 50 °C können fast 800 l Wasser mit 45 °C gezapft werden. Dies ist bei Systemen mit innenliegeder WW-Bereitung über Wärmetauscher oft ganz anders. Diese arbeiten nach dem "Mischprinzip" welche nur einen geringen Teil des Heizwasservolumens als Duschwasser entnehmen kann.
Frage:
Was ist im Winter, wenn Schnee auf dem Kollektor liegt?
Antwort:
Der Schnee taut oft schneller ab als beim restlichen Dach. Licht fällt durch den Schnee auf den Kollektor und führt zur Bildung eines Wasserfilmes auf dem glatten Glas. Übrigens ein Vorteil gegenüber Vakuumtechnik die nur schwer abtaut. (solange nicht defekt)
Frage:
Was wird unter der "Eigensicherheit von Solaranlagen" verstanden?
Antwort:
Eine eigensichere Solaranlage zeichnet sich dadurch aus, dass alle Betriebszustände eigenständig und ohne eingreifende Maßnahmen von Außen durchlaufen werden. Erläuterung anhand eines Fallbeispiels: Der Speicher ist an einem schönen Sommertag auf die im Regler eingestellte Maximaltemperatur geladen (z.B. 65°C).
Der Regler schaltet zum Schutz vor Übertemperatur im Speicher die Pumpe außer Betrieb. Da die Wärme im Kollektor jetzt nicht mehr abgeführt werden kann, steigt dessen Temperatur an, bis schließlich die Solarflüssigkeit verdampft. Eigensicher ist die Solaranlage dann, wenn die durch Temperaturerhöhung und die Dampfbildung resultierende Volumenausdehnung der Solarflüssigkeit in Kollektor und Rohrleitung vollständig durch das Ausdehnungsgefäß aufgenommen wird (Andernfalls würde die Volumenausdehnung zu einer Druckerhöhung führen und letztlich zu einem
Auslösen des Sicherheitsventil und einem Abblasen eines Teils der Solarflüssigkeit!).
Nach Beendigung dieses Betriebszustandes, z.B. durch geringere Einstrahlung und infolgedessen abgekühlten Kollektors, kann das Ausdehnungsgefäß die Solarflüssigkeit wieder in den Kollektorkreis zurückdrücken. Der Regler entscheidet, ob ein weiteres Laden des Speichers möglich ist.
Frage:
Wie lange dauert die Montage so einer Anlage?
Antwort:
Ca. Solardach zwichen 0,7 - 1,5 Mannstunden /qm. Die Systemtechnik wird bei uns vormontiert und ist relativ schnell aufgestellt. Die Zeit für Einbindung kann je nach Konzept stark schwanken.
Frage:
Wie wird Ihr Kollektor eigentlich auf dem Dach befestigt?
Antwort:
Die Absorberrahmen werden auf Sperrholzleisten, die auf der Konterlattung festgeschraubt werden, befestigt. Diese Sperrholzleisten können in gewissem Umfang auch zur „Hinterfütterung“ bei unebenen Dächern benutzt werden. Und selbst bei Kranmontagen dienen die Sperrholzleisten als Führung.
Frage:
Können Ihre Kollektoren auch auf einem Flachdach montiert werden?
Antwort:
Ja, aber für Heizungsunterstützung ist es ohne Aufständerung nicht optimal. Das Solardach kann auch mit einer Holzkonstruktion aufgeständert werden und wird dannach rückseitig verkleidet. Diese Lösung ist wesentlich hochwertiger als klassische Aufständerungen von Aufdachkollektoren da Rohrleitungen und Befestigungen geschützt sind.
Frage:
Läßt die Wirkung der Kollektoren durch Verschmutzung nach? Müssen diese regelmäßig gereingt werden?
Antwort:
Nein - die Kollektoren sind ausreichend selbstreinigend.
Frage:
Erfüllt Ihr Solardach die neuen deutschen Förderbedingungen ab 01.06.2004?
Antwort:
Selbstverständlich - wir haben Mindestertragsnachweis mit 525 kWh/qm sowie den "Blauen Engel".
Frage:
Kann die gesamte Solaranlage auch Aufdach montiert werden?
Antwort :
Eine Aufdachmontage eignet sich nur für kleine Solaranlagen mit Fertigkollektoren. Das Solardach wurde für große Flächen, ausschließlich für die Dachintegration konstruiert. Nur so ist es möglich, eine gleichmäßige Flächenbelastung für das Dach zu erreichen und kostengünstige Modultechnik zu verwenden.
Frage:
Was mache ich, wenn ich ein Thermodach habe?
Antwort:
Etwas mehr Aufwand - auch weil sehr vorsichtig hantiert werden muß um die empfindlichen Styroporteile nicht zu beschädigen. Es müssen mit langen Schrauben ein paar Holzlatten und unten ein breiteres Brett unter dem Kollektor aufgebracht werden.
Frage:
Welche Kollektortypen gibt es?
Antwort:
Bei der solarthermischen Nutzung kommen folgende Kollektortypen zum Einsatz:
1. Flachkollektoren
2. Vakuumflachkollektoren
3. Vakuumröhrenkollektoren
4. Schwimmbadabsorber
Den drei ersten Kollektortypen ist der Aufbau Gehäuse mit transparenter Abdeckung, Wärmedämmung und Absorber gemein. Der Flachkollektor ist im Prinzip ein Kasten aus Holz, Metall oder Kunststoff. Darin befindet sich ein Metallabsorber zur Umwandlung der Sonnenstrahlung in Wärme. Nach unten und zur Seite hin wird der Kasten wärmegedämmt, nach oben hin mit einer transparenten Abdeckung, meist aus Glas, versehen.
Vakuumflachkollektoren sind vom Aufbau her den Flachkollektoren gleich. Die Wärmedämmung entfällt allerdings. Stattdessen wird der Innenraum des Gehäuses evakuiert. Um die Belastungen durch den Druckunterschied abzufangen, hält ein enges Raster von Stiften Vorder- und Rückseite des Kollektorgehäuses auf Abstand. Ein Metallabsorber wandelt die Sonnenstrahlung in Wärme um. Bei den Vakuumröhrenkollektoren besteht das Gehäuse und die transparente Abdeckung aus einer Glasröhre. Auch hier entfällt die Wärmedämmung zugunsten eines Vakuums. Die Glasröhre wiederum beinhaltet den Metallabsorber zur Wärmeerzeugung. Schwimmbadabsorber bestehen aus Absorbermatten oder Schläuchen aus Kunststoff. Die Wärmedämmung und transparente Abdeckung entfallen.
Frage:
Welche Möglichkeiten zur Entlüftung des Kollektorkreises gibt es und was muss ich jeweils beachten?
Antwort:
Standard bei kleineren Anlagen sind Automatikentlüfter mit vorgesetztem 3/8" Kugelhahn.Dabei ist folgendes zu beachten: Der Entlüfter muss mindestens eine Temperaturbeständigkeit von 150 °C aufweisen (Edelstahlschwimmer). Beim Spülen, Druckprobe, etc. bleibt der Hahn geschlossen (Verschmutzungsgefahr der Dichtung), beim langsamen Befüllen der Anlage ist der Hahn vor dem Entlüfter offen. Im Falle des "Kochens" der Anlage würde bei geöffnetem Kugelhahn das dampfförmige Glykol/Wassergemisch durch den Automatikentlüfter austreten, was eine beliebte Fehlerquelle von Solaranlagen darstellt. Der Automatikentlüfter ist also nach Inbetriebnahme und vollständiger Entlüftung der Anlage abzusperren und kann seine Aufgabe dann nicht mehr
"automatisch" erfüllen.
Frage:
Ihre Kollektoren sind aus Holz. Warum benutzt ihr so einen billigen Werkstoff der noch dazu faulen kann?
Antwort:
Es stimmt zunächst einmal, dass Holz ein preiswerter Werkstoff ist, deshalb ist es aber noch lang kein schlechter Werkstoff. Seit hunderten Jahren werden sämtliche Dachstühle aus Holz gefertigt. Holz hat den Vorteil zu "atmen" also Wasser und Wasserdampf aufnehmen zu können und dies auch wieder auszudiffundieren. Holz fault zudem nur bei ständigem Wasserkontakt oder fehlender Hinterlüftung. Durch das Aufbringen des Kollektors auf der Konterlattung ist eine kontinuierliche Hinterlüftung gewährleistet. Durch die extremen Temperaturwechsel zwischen Sommer und Winter kann zudem auf sämtliche Holzschutzmittel verzichtet werden da es eine "thermische Desinfektion" gibt. Von hochrangigen Instituten wird Holz auch ein gutes
Mikroklima bestätigt.
Frage:
Warum setzten Sie immer so große Solarflächen ein und nicht wie alle anderen 6-8 m² Kollektorfläche?
Antwort:
Dazu muss man wissen, dass sich der Wärmeenergiebedarf im normalen Ein- oder Mehrfamilienhaus in Energie für Warmwasser und Energie für die Heizung. Das Verhältnis hierbei ist ca. 1:5 bis 1:15 bei alten Häusern. Das heißt wenn sie sich eine kleine Solaranlage zur Warmwasserbereitung einbauen wollen, können Sie (die technischen Wirkungsgrade eingerechnet) maximal 5 -10 % der gesamten Wärmeenergie einsparen, also 50 - 75,- € im Jahr. Bei großen Solaranlagen zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung können 20 - 60% der gesamten Heizenergie eingespart werden.
Frage:
Warum ist Ihr Kollektor im Vergleich zu den Wettbewerbern so billig?
Antwort:
Wir könnten jetzt sagen, da müssen Sie unsere Wettbewerber fragen, warum Ihrer so teuer ist. Nein – im Ernst - es gibt einige Gründe, warum wir Ihnen unsere Produkte zu diesen phantastischen Preis-/Leistungsverhältnis anbieten können:
1. Der Kollektor ist bereits konstruktiv preiswert. Er wurde speziell als Solardach, d.h. in Großmodultechnik konstruiert. Durch die nicht benötigte Zwischenverblechung, eine innovative Eindichtung ohne Silikon und eine patentierte Verglasungstechnik kann er kostengünstig produziert werden.
2. Er ist im Vergleich zu vielen Wettbewerbern ohne den Einsatz eines teueren Krans auf das Dach zu bringen. Das Solardach wird wie ein Schiefer- oder Ziegeldach „gedeckt“.
3. Durch unseren hohen Handelsumsatz und damit guten Einkaufspreise können wir die Produkte günstig an unsere Kunden verkaufen. Der Kollektor wird im Direktvertrieb an den Kunden verkauft. D.h. Sie müssen nicht, wie bei vielen anderen Wettbewerbern üblich, einen teuren Zwischen- oder Großhandel mitfinanzieren.
Frage:
Welche Aufgabe erfüllt die Absorberbeschichtung?
Antwort:
Ein blanker Metallabsorber würde die auftreffende Sonnenstrahlung stark reflektieren und wenig Strahlung in Wärme umwandeln. Um dies zu verhindern wird die Oberfläche beschichtet. Der Absorptionsgrad a wird dadurch erhöht und der Reflexionsgrad verringert.
Frage:
Warum liefern Sie Ihre Solardächer als Einzelteile und nicht als Komplettkollektor aus?
Antwort:
Somit ist ein individuell an die Kundenwünsche angepasstes Kollektorfeld montierbar, bei dem der Kunde noch die Dacheintrittsstellen für den Vor- und Rücklauf im Kollektor selbst bestimmen kann! Es gibt also keinerlei Durchbrüche, Rohre oder Lüfterziegel auf dem Dach! Außerdem ist ein solch modular aufgebautes Kollektorsystem auch reparierbar und erweiterbar, damit erhöht sich die Lebensdauer auf 50 Jahre.
Frage:
Schaffen Sie es eine 100% dichte Verblechung in den Kollektor zu integrieren?
Antwort:
Natürlich. Aber dies geht nur weil der Kollektor modular aufgebaut ist. Nur so besteht die Möglichkeit die Verblechung direkt in den Kollektor einzubinden und damit eine vollständige Dachdichtheit zu gewährleisten.
Frage:
Warum benutzten Sie einen Pufferspeicher mit externem Plattenwärmetauscher ist das nicht umständlich?
Antwort:
Nein es ist überhaupt nicht umständlich. Der Kunde bekommt ein fertig montiertes System indem der Plattenwärmetauscher schon integriert ist. Der Einsatz des externen PWT birgt aber noch weiter Vorteile: Im Gegensatz zu Kombi-Speichern (eingebaute Trinkwasserblase) oder Puffer mit innenliegenden Glattrohrwärmetauschern können wir eine sehr niedrige Stütztemperatur im Puffer gewährleisten, was letztendlich dazu führt, dass der Brenner des Kessels vom Frühjahr bis zum Herbst ausbleiben kann.
Dazu kommt, dass mit dem ext. PWT eine viel größere Menge Warmwasser auf einmal gezapft werden kann. Das warme Wasser geht oben warm aus dem Puffer in den PWT und wird unten kalt wieder im Puffer eingeschichtet. Bei anderen Systemen (Kombi-Speicher, innenliegender PWT zur Trinkwasserbereitung), hier erfolgt die Erwärmung des Trinkwassers über
eine relativ gleichmäßige Abkühlung des gesamten Puffervolumens, was ein Zerstörung der Schichtung im Puffer mit sich führt. Beim externen PWT kann ein vielfaches an WW im Gegensatz zu den anderen Systemen entnommen werden.
Frage:
Passt der Pufferspeicher denn überhaupt durch meine Türe?
Antwort:
Die Pufferspeicher haben folgende Abmessungen (ohne Isolierung):
600 l: 70 cm
800 l: 75 cm
1000 l: 80 cm
1500 l: 100 cm
2000 l: 115 cm
Falls es keine Möglichkeit gibt, den Puffer im ganzen durch die Türe(n) zu bringen, machen wir eine
Kellermontage. D.h. der Puffer wird erst im Keller zusammengebaut.
Frage:
Warum erfolgt die Montage des Ausdehnungsgefäßes im Rücklauf (kalte Seite) des Solarkreislaufes?
Antwort:
Membranausdehnungsgefäße sind grundsätzlich so zu montieren, dass sie vor Dampfschlägen sowie vor Dauertemperaturen > 70°C geschützt sind. Vorzugsweise erfolgt die Montage in Strömungsrichtung gesehen vor der Pumpe (Druckbedingungen). Bei abweichender Montage sollten die Bedingungen genauestens geprüft werden. Zum Kollektor hin darf das Ausdehnungsgefäß nicht absperrbar sein, alternativ sind Kappenventile zu verwenden.
Frage:
Warum muss ich für den Solarkreislauf hochtemperaturbeständige Isolierung verwenden?
Antwort:
Kollektoren erreichen bei vom Regler abgeschalteter oder defekter Pumpe und starker Sonneneinstrahlung Stillstandstemperaturen deutlich über 200°C (Vakuumröhren bis 280°C). Setzt sich nach einem solchen Stillstand die Anlage wieder in Betrieb, können im gesamten Kollektorkreis Temperaturen bis zu 130°C auftreten. Im Heizungsgewerbe übliche Rohrisolierung ist meist nur temperaturbeständig bis ca. 90 °C Dauertemperatur, eine Zerstörung also vorprogrammiert.
Frage:
Warum nehmen Sie keine Tinox-Beschichtung?
Antwort:
Alle neuen gesputterten Absorberschichten haben keinen galvanischen Korrosionsschutz mehr. Die dazu notwendige Nickelschicht führt zu einer höheren Abstrahlung speziell bei sehr heißem Kollektor und hat zumindest
theoretisch eine geringfügige Verschlechterung des Kollektorwirkungsgrades zur Folge (in der Praxis ca 1-5%). Die höhere Abstrahlung hat aber auch den großen Vorteil das der Kollektor eine Stillstandstemperatur von unter 200 Grad hat.
Dies verhindert eine Ausgasung der Dämmung - (Leistungsminderung durch Niederschlag innen auf der Scheibe und Absorberkorrosion) - und eine starke Alterung des Frostschutzmittels.
Die immer wieder angeführten Umweltargumente sind nicht relevant.
Der Energieberdarf für die Herstellung einer gesputterten Absorberschicht beträgt zwar nur 1% einer galvanischem Absorberschicht. Da aber dies nur 1% des Gesamtenergieaufwands zur Kollektorproduktion darstellt ist dies völlig
unerheblich. Wir halten den unter strengen Umweltauflagen in Dänemark hergestellten Schwarzchromabsorber für die ökologischste Absorberschicht weil der Absorber durch den galvanischen Korrosionsschutz eine viel größere Lebensdauer hat.
Vergleiche ein verzinktes Eisen im Freien mit einem gestrichenem !Schwarzchrom ist die einzige Schicht bei der positive Lebensdauererfahrung über Jahrzente vorliegen!
Frage:
Warum sollte ich bei der Installation von Schraubverbindungen im Kollektorkreis auf Teflonband als Dichtmittel verzichten?
Antwort:
Moderne Flachkollektoren können durchaus Stillstandstemperaturen um 200°C erreichen. Deshalb sollte zur Abdichtung von Schraubverbindungen ausschließlich Hanf mit Temperatur- und glykolbeständiger Dichtpaste verwendet werden. In der Heizungstechnik verwendetes Teflonband genügt diesen Anforderungen nicht!
Frage:
Warum verzichten Sie im Gegensatz zu manchen anderen Herstellern auf Zwischenverblechungen und Silikonnähte?
Antwort:
Der Einsatz von Zwischenverblechungen und Silikonnähten ist immer als Risikofaktor für die Dachdichtheit anzusehen. Durch die extremen Temperaturwechsel zwischen Sommer und Winter kann es durch die unterschiedlichen Materialien und damit verbundenen unterschiedlichen Wärmeausdehnungen zu Spannungen und Rissen kommen, die letztendlich zu
Dachundichtheiten führen. Beim unserem Solardach werden alle Teile geklemmt, damit immer genügend Spiel für Wärmedehnungen vorhanden ist.
Frage:
Wieviel Strom brauchen die Pumpen, die Sie in Ihre Anlage einbauen?
Antwort:
Unsere Solaranlagen haben im Durchschnitt ein um das 2-4-fache bessere Strom/Wärmeverhältniss als konventionelle Solaranlagen (nur für Warmwasser). Es liegt bei etwa 1 kWh Strom für die Pumpen zu 100 kWh Solarwärme. Dies wird trotz der 2 Solarpumpen durch perfekte hydraulische Abstimmung und durch die Größe der Solarfelder möglich.Die Frischwasserpumpe (0,083kW) läuft am Tag weniger als eine halbe Stunde.
Frage:
Wieviel wiegt so ein Pufferspeicher?
Antwort:
Wieviel wiegt ein Pufferspeicher, kann ich den Speicher evtl. auch auf dem Dachboden aufstellen?
Die Pufferspeicher haben folgende Gewichte (Speicher, gefüllt, incl. Zubehör):
600 Liter 180kg gefüllt 780kg
800 Liter 210kg gefüllt 1010kg
1000 Liter 230kg gefüllt 1230kg
1500 Liter 250kg gefüllt 1750kg
2000 Liter 350kg gefüllt 2350kg
Eine Aufstellung auf Betondecken ist in der Praxis kein Problem. Soll der Speicher auf Holzbalkendecken aufgestellt werden, muss die Statik (Tragfähigkeit) des Bodens geprüft werden.
Frage:
Wie dick ist das Stahlblech der Pufferspeicher ?
Antwort:
Zwischen 3 und 4 mm.
Frage:
Bewirkt das Solardach eine zusätzliche Wärmedämmung?
Antwort:
Nein - das Solardach ist hinterlüftet und wirkt damit nicht als Wärmedämmung.
Frage:
Woher weiß ich, wieviel die Solaranlage bringt. Gibt es bei Ihnen einen Wärmemengenzähler?
Antwort:
Wir bauen bei allen Solardachanlagen serienmäßig eine Wärmemengenzähler ein.
Frage:
Entstehen durch den Wärmemengenzähler zusätzliche, laufende Kosten?
Antwort:
Der Wärmemengenzähler ist ein elektronisches Bauteil und führt zu einem zusätzlichem Strombedarf von 0,1 Watt. D.h. der Stromverbrauch beträgt im Jahr ca.1 kWh (ca. 0,17 EUR) - ein fast zu vernachlässigender Betrag.
Frage:
Welche Arbeiten müssen nach Inbetriebnahme der Anlage noch ausgeführt werden ?
Antwort:
Wenn Ihre Solaranlage mit automatischen Entlüftern (meist im Dachboden) ausgestattet ist, sollten die davor sitzenden Absperramaturen nach dem vollständigen Entlüften des Kollektorkreislaufes (ca. 4 Wochen nach Inbetriebnahme) von Hand geschlossen (zugedreht) werden. Während dieser Zeit sollten die automatischen Entlüfter regelmäßig durch Sie kontrolliert werden (Sichtprüfung).
Frage:
Kann ich mit einer Solaranlage auch mein Schwimmbad beheizen?
Antwort:
Ja. Solaranlagen im Ein/Zweifamilienhaus mit Flach- oder Röhrenkollektoren sind meist so dimensioniert, dass sie in den Sommermonaten mehr Warmwasser zur Verfügung stellen, als die Verbraucher nutzen können. Diese "Überschusswärme" kann an das Schwimmbadwasser abgegeben werden. Besser und billiger ist es, für die Schwimmbaderwärmung sogenannte
Schwimmbadabsorber zu verwenden. Dies sind Kunststoffmatten, welche die Sonnenstrahlung nach dem Prinzip "schwarzer Schlauch auf dem Dach" in Wärme umwandeln. Sie sind wesentlich billiger als Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren und in dem Temperaturbereich, der für die
Schwimmbaderwärmung relevant ist, auch effizienter als diese. Dies gilt allerdings nur wenn die Anlage ausschließlich zur Schwimmbaderwärmung u.
Warmwasserbereitung angedacht ist Wenn man eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasser-Bereitung erworben hat, ist diese vorzüglich zur Schwimmbaderwärmung in den Sommermonaten geeignet, da genug Wärme als Überschuss zur Verfügung steht.
Frage:
Was ist Photovoltaik?
Antwort:
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von der Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen.
Frage:
Wie funktioniert die Umwandlung der Sonnenenergie in elektrische Energie?
Antwort:
Solarzellen bestehen zum größten Teil aus Halbleitern. Halbleiter erzeugen durch zugeführte Energie freie Ladungsträger. Diese Ladungsträger nennt man Elektronen (negativer Ladungsträger) und Löcher (positiver Ladungsträger). Um aus diesen Ladungen Strom zu erzeugen, ist ein elektrisches Feld notwendig. Dieses entsteht durch einen p-n-Übergang. Der p-n-Übergang ist ein Bereich, in dem zwei unterschiedliche Dotierungen aufeinander treffen. Der Übergang sollte möglichst nahe an der Oberfläche liegen und die Übergangszone sollte weit in das Material hineinreichen. Die Übergangszone erreicht man durch gezielte Dotierung des Materials: Die Schicht an der Oberfläche wird stark n-dotiert und die Schicht darunter schwach p-dotiert. Fallen in diese Zone nun Photonen, erzeugen sie Elektronen-Loch-Paare. So werden die Löcher zum p-Material beschleunigt und umgekehrt die Elektronen zum n-Material.
Frage:
Was ist ein Photovoltaik-Modul?
Antwort:
Ein Photovoltaik-Modul besteht aus mehren miteinander verbundenen Solarzellen.
Frage:
Wie ist eine Photovoltaikanlage aufgebaut?
Antwort:
Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren in Reihe geschalteten Photovoltaikmodulen, die zur Erzeugung von Gleichstrom dienen. Über Kabel wird der Strom zu einem oder mehreren Wechselrichtern geleitet. Der Wechselrichter dient dazu, den Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Über einen separaten Stromzähler (Einspeisezähler) wird der Strom in das Netz des Energielieferanten eingespeist und über den bereits vorhandenen Stromzähler (Bezugszähler) kann der Verbraucher Strom beziehen. Für den eingespeisten Strom erhält man nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz eine Einspeisevergütung.
Frage:
Wie kann die erzeugte elektrische Energie genutzt werden?
Antwort:
Die elektrische Energie kann entweder vor Ort selber genutzt, in Akkumulatoren zwischen gespeichert oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mittlerweile kann der Anlagenbetreiber seinen produzierten Strom auch selber benutzen. Auch für diesen Strom gibt es eine Vergütung.
Frage:
Wie hoch ist die Einspeisevergütung?
Antwort:
Für Anlagen, die bis einschließlich Juni 2010 installiert werden gelten für die nächsten 20 Jahre folgende Vergütungssätze (Stand Februar 2010):
Gebäudeanlagen bis 30 kWp (Einspeisung): 39,14 Ct./kWh
Gebäudeanlagen bis 30 kWp (Eigenverbrauch): 22,76 Ct./kWh
Ab 30 kWp: 37,23 Ct./kWh
ab 100 kWp: 35,23 Ct./kWh
Ab 1.000 kWp: 29,37 Ct./kWh
Freilandanlagen: 28,43 Ct./kWh
Frage:
Wie kann ich den produzierten Strom selber verwenden?
Antwort:
Will man den produzierten Strom selber verwenden, muss der Strom in das eigene Hausnetz
und in das öffentliche Netz eingespeist werden können.
Die Strommenge, die selber verbraucht wird, muss beim Netzbetreiber nachgewiesen werden. Hierzu ist ein weiterer Zähler notwendig. Es reicht nicht aus, den erzeugten Strom mit dem verbrauchten Strom zu verrechnen. Eine mögliche Verschaltung könnte wie folgt aussehen: Es gibt einer Zähler, der den produzierten Strom erfasst. Hinzu kommen zwei hintereinander geschaltete Zähler, ein Stromeinspeisezähler und ein Bezugszähler. Der Zählerstand des Stromeinspeisezählers muss dem Netzbetreiber mitgeteilt werden. Dieser wird dann mit 39,14 Ct./kWh vergütet. Die Differenz zwischen dem Zähler, der den produzierten Strom erfasst, und dem Einspeisezähler stellt den im Haushalt verbrauchten Strom dar. Dieser wird dann mit 22,76 Ct./kWh vergütet.
Frage:
Welche Arten von Photovoltaik-Modulen gibt es?
Antwort:
Es wird unterschieden zwischen mono- und polykristallinen Modulen und Dünnschichtmodulen. Unterschiede gibt es im Material, in der Herstellung und in dem Wirkungsgrad.
Frage:
Wie groß ist der Wirkungsgrad der Photovoltaik-Module und wie kommt dieser zustande?
Antwort:
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der eingestrahlten Sonnenenergie und der daraus resultierenden elektrischen Energie.
Bei Solarzellen von Dünnschichtmodulen beträgt der Wirkungsgrad 5-13%. Polykristalline Zellen haben einen Wirkungsgrad zwischen 13 und 18% und monokristalline zwischen 14 und 24%. Der Zellenwirkungsgrad ist nur dann bedeutsam, wenn die Fläche begrenzt ist. Bei der Wahl der Module ist nicht der Wirkungsgrad der Zellen von Bedeutung, sondern von den Modulen. Die Zellen sind immer mit Abstand auf einem Modul angebracht. Je nach Zellentyp und Abstand richtet sich der Wirkungsgrad der Module.
Verluste entstehen u.a. durch Reflexion, Leiterbahnen und Abgabe von Wärme.
Frage:
Wie funktioniert ein Wechselrichter?
Antwort:
Wechselrichter funktionieren voll automatisch. Sie speisen immer die maximale Leistung in das Netz ein. Wechselrichter sind so ausgelegt, dass sie automatisch den Punkt der maximalen Leistung des Photovoltaik-Moduls ermitteln und stellt sicher, dass das Modul immer im maximalen Punkt betrieben wird. Zudem überwacht er auch die Einspeisung in das öffentliche Netz. Der Wechselrichter trennt bei Netzstörungen oder Netzausfall die Anlage vom Stromnetz. Im Wechselrichter wird dies von der sogenannten ENS übernommen.
Wechselrichter haben einen Wirkungsgrad von 92-98%.
Frage:
Was versteht man unter „Performance Ratio“?
Antwort:
„Performance Ratio“ ist das Verhältnis zwischen Nutzertrag und Sollertrag einer Photovoltaikanlage. Er gibt an, wie viel des produzierten Gleichstroms real zur Verfügung steht. Bei netzgekoppelten Anlagen liegt dieser zwischen 70 und 75%.
Frage:
Was bedeutet kWp?
Antwort:
kWp (Kilowatt-peak) ist die Einheit für die Spitzenleistung, die ein Photovoltaik-Modul bei Standardtestbedingungen erreichen kann. Die Standardtestbedingungen sind: eine Modultemperatur von 25°C, 1000W/m² Bestrahlungsstärke und eine Luftmasse von 1,5. Da die Standardtestbedingungen nur in den seltensten Fällen vorliegen, wird die angegebene Peak-Leistung des Photovoltaikmoduls auch nur ganz selten erreicht.
Frage:
Wie groß sollte die Photovoltaikanlage sein?
Antwort:
Will man den erzeugten Strom einspeisen, richtet sich die Größe nicht unbedingt nach dem eigenen Stromverbrauch. Die Größe kann von der Dachfläche und der zu investierenden Geldmenge abhängig gemacht werden. Eine Anlage mit 1 kWp benötigt etwa 8-10m².
Frage:
Wie viel produziert eine Photovoltaikanlage in Lübeck?
Antwort:
Als Faustregel gilt ein Energieertrag von 800 bis 950 kWh pro kWp installierter Anlagenleistung und Jahr bei optimaler Ausrichtung und Neigung des Daches. Je nach Modul kann dieser Wert jedoch variieren.
Frage:
Wie lange hält ein Photovoltaikmodul?
Antwort:
Die Lebensdauer der Module wird auf 30-40 Jahre geschätzt. Die Herstellergarantien liegen zwischen 10 und 25 Jahren.
Frage:
Welche Voraussetzungen sollte mein Dach für die Montage und den Betrieb von Photovoltaik-Modulen haben?
Antwort:
Das Dach sollte eine Ausrichtung von Süd-Ost bis Süd-West haben. Die optimale Ausrichtung ist nach Süden. Zu beachten ist auch noch, dass auf das Dach möglichst kein Schatten fällt. Die optimale Dachneigung liegt bei 30°. Bei anderen Dachneigungen, die zwischen 20° und 50° liegen, erreicht man jedoch noch gute Erträge.
Frage:
Welche Rolle spielt die Dachneigung im Hinblick auf die Installation der Photovoltaik-Module?
Antwort:
Bei einer Dachneigung von 20°-50° werden die Module parallel zum Dach montiert.
Da in Deutschland ein optimaler Ertrag bei 30° erreicht wird, werden bei z.B. Flachdächern Unterkonstruktionen verwendet, um eine optimale Neigung zu erreichen.
Frage:
Wie hoch ist der Wartungs- und Reinigungsaufwand von Photovoltaik-Modulen?
Antwort:
Photovoltaikanlagen sind nahezu wartungsfrei. Die Photovoltaik-Module müssen in der Regel nicht selber gereinigt werden. Das erledigt meist der Niederschlag.
Frage:
Kann ich mit dem Strom aus meiner Photovoltaikanlage meine Wärmepumpe betreiben?
Antwort:
Prinzipiell ist es möglich, die Wärmepumpe mit dem Strom aus der Photovoltaikanlage zu betreiben. Im Sommer könnte die Photovoltaikanlage genug Strom produzieren, um die Wärmepumpe zu betreiben. Dann braucht man aber fast keine Heizenergie. Im Winter läuft die Wärmepumpe zum größten Teil nur mit (Atom?-)Strom aus dem Netz. Somit greift man wieder auf Strom aus Kraftwerken zurück. Zur Wärmeerzeugung ist ein Solarthermieanlage sinnvoller.
Frage:
Was ist eine Inselanlage?
Antwort:
Eine Inselanlage ist eine Photovoltaikanlage, die vom öffentlichem Stromnetz unabhängig ist. Sie bieten sich dort an, wo der Anschluss an das öffentliche Stromnetz zu teuer oder zu aufwendig ist. Typische Einsatzgebiete sind Ferienhäuser oder Berghütten.
Frage:
Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage im Inselbetrieb?
Antwort:
Da bei Photovoltaikanlagen die Stromproduktion meistens nicht mit dem Stromverbrauch übereinstimmt, muss der Strom zwischen gespeichert werden. Bei einer Photovoltaikanlage im Inselbetrieb speisen die Module über einen Laderegler ein Speichermedium. In den meisten Fällen werden als Speichermedium Blei-Gel-Akkumulatoren verwendet. Hinter die Akkumulatoren wird ein Wechselrichter geschaltet, der den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Nun kann der Strom vom Verbraucher genutzt werden.